NRW-Innenminister Ralf Jäger stand beim turnusmäßigen Treffen von Oberhausens Senioren-Union im Fokus der Kritik. Fast 50 Interessierte hatten sich im „Haus Union“ an der Schenkendorfstraße eingefunden. Als Gast war Wilhelm Hausmann eingeladen. Der CDU-Landtagsabgeordnete nahm Jäger ins Visier. Der Innenminister, so Hausmann, bürde der Polizei Nordrhein-Westfalens immer mehr Arbeit auf, unter anderem mit Blitzmarathoneinsätzen. Auf der anderen Seite würden von 100 Einbrüchen lediglich 20 aufgeklärt. Eine, erklärte der Landtagsabgeordnete, mit Blick auf das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung erschreckende Zahl, die ein Unsicherheitsgefühl auslöse und zu einem Vertrauensverlust führe.

Debattiert wurde bei den Senioren der CDU aber auch über Oberhausens Schulpolitik. Erfreut aufgenommen wurde dabei von Karl-Heinz Flühr, dem Vorsitzenden der Senioren-Union, und allen Anwesenden vor allem der erfolgreiche Einsatz gegen Pläne der Verwaltung, die einmalige Erhöhung der Zügigkeit an der Friedrich-Ebert-Realschule und dem Heinrich-Heine-Gymnasium nicht zuzulassen. Auf einer Sondersitzung des Rates wurde die im Schulausschuss mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP gefällte Entscheidung zugunsten der Pläne der Verwaltung gekippt. Bei der Sondersitzung stimmte dann Oberbürgermeister Daniel Schranz (CDU) gemeinsam mit CDU, Linken, BOB und Bürgerliste. Ergebnis: Schülerinnen und Schüler, die das Heine-Gymnasium oder die Ebert-Realschule besuchen wollen, dürfen das nun auch.