Groschek und Remmel gefährden Arbeitsplätze im Handwerk

Veröffentlicht: Dienstag, 22. November 2016

Zur heutigen Berichterstattung in der BILD-Zeitung zur dramatischen Situation des Dachdeckerhandwerks wegen explodierender Entsorgungskosten von Styropor, erklärt der baupolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Wilhelm Hausmann

„Die Entscheidung des Bundesrates, HBCD-haltiges Material wie Styropor auf Baustellen zukünftig als Sondermüll zu behandeln, hat dramatische Auswirkungen für viele Handwerksbetriebe. Die Entsorgung von aufgeschäumten Dämmstoffen stellt die am Bau beteiligten Firmen vor immer größere Probleme. Kostete die Entsorgung einer Containerladung mit Dämmstoffen früher rund 150 Euro, muss dafür heute bis zu 5000 Euro bezahlt werden. Das kann sich kein kleiner oder mittelständischer Handwerksbetrieb mehr leisten. Laut Dachdeckerverband und Handwerkskammern drohen daher massenhafte Entlassungen.

 

Die beiden verantwortlichen Minister, Umweltminister Remmel und Bauminister Groschek, haben angesichts dieser Dramatik völlig versagt. Minister Remmel hat in einem belanglosen Papier lediglich die Probleme beschrieben, aber keine Lösungen aufgezeigt. Der Schlusssatz des Papiers gipfelt in der unglaublichen Aussage, dass sich die zukünftigen Entsorgungskosten nicht wesentlich von den in der Vergangenheit bezahlten Preisen unterscheiden. Das ist ein Schlag ins Gesicht eines Dachdeckers, dem die Pleite droht - und Bauminister Groschek sieht dem tatenlos zu.

Wir brauchen in Nordrhein-Westfalen dringend verlässliche und bezahlbare Entsorgungsmöglichkeiten. Darüber hinaus muss sich die rot-grüne Landesregierung beim Bundesrat für die Rücknahme der unsinnigen Bundesratsentscheidung einsetzen.“