Gespräche statt Materialschlacht

Veröffentlicht: Mittwoch, 28. März 2012

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Im vollbesetzten Pfarrsaal St. Josef in Schmachtendorf, in der geografischen Mitte zwischen Alt-Oberhausen und Dinslaken, wählte die CDU ihre Landtags-kandidaten.

Mit 97,4 Prozent der Stimmen hat die Oberhausener CDU im Schmachtendorfer St. Josef-Pfarrsaal ihren Parteivorsitzenden Wilhelm Hausmann zum Landtagskandidaten für den Wahlkreis 55 (Alt-Oberhausen/Osterfeld) gewählt.

Ebenfalls beeindruckende 91,4 Prozent Zustimmung gab es für die Oberhausener Stadtverordnete Simone-Tatjana Stehr im Wahlkreis 56. „Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis und auf den Wahlkampf in Dinslaken und Sterkrade“, kommentierte die Studiendirektorin am Dinslakener Otto-Hahn-Gymnasium das Ergebnis.

In einer immer wieder von Beifall unterbrochenen Rede schwor Hausmann seine Partei darauf ein, erneut stärkste Kraft im Land zu werden. „Wir hätten schon vor zwei Jahren eine stabile, CDU geführte Regierung haben können, aber Frau Kraft wollte an ihrer Karriere schmieden und unbedingt Ministerpräsidentin werden.“ Auch was die Kommunen und die Mitgliederzahl in NRW beträfe, läge die CDU immer noch an der Spitze. „Darauf können wir stolz sein, das muss uns Mut machen.“

Explizit ging Hausmann auf den bevorstehenden Wahlkampf ein, der nicht so kurz sei, wie es in der öffentlichen Wahrnehmung ankomme, sondern lediglich eine kurze Vorbereitungszeit habe. „Wir von der CDU Oberhausen suchen das Gespräch und nicht die Materialschlacht“, so Hausmann. „Rufen Sie mich einfach an“, wand sich Hausmann an die Bürger. Er selbst sei bereit, möglichst jeder Einladung zu folgen. „Die SPD dürfte wieder alle Straßen zupflastern“, vermutet der Parteichef, „für uns steht aber jetzt schon fest: auch angesichts der leeren Haushaltskassen wären klotzige Aktionen ein fatales Signal für die Menschen.“

Eine solide Haushaltspolitik stünde laut Hausmann auch bei einem Wahlsieg ganz oben auf der CDU-Agenda. „Wenn Rot-Grün bei den Bürgerinnen und Bürgern für eine Fortsetzung der 2010 begonnenen Politik wirbt, dann ist dies Werbung für die Bereitschaft zum Verfassungsbruch“, meinte Hausmann mit Blick darauf, dass das Landesverfassungsgericht bereits den Haushalt 2010 gekippt hatte.