Die jüngsten Ereignisse bei der OGM und die Umwandlungsbestrebungen bei der Stoag rufen bei der CDU große Besorgnis hervor. „Wir befürchten, dass da, wo die Stadt mit ihren Unternehmen Vorbild sein sollte, ein falscher Weg eingeschlagen wird, " so Wilhelm Hausmann, Kreisvorsitzender der CDU.

Dazu passe auch die unangenehme gerichtliche Auseinandersetzung der OGM mit dem Marina-Pächter, die unlängst für Aufsehen gesorgt habe. Gleiches gilt für die Informationspolitik gegenüber Mitarbeitern.

Hausmann: „Wir fordern, zu einer Unternehmenskultur zurückzukehren, die dem Vorbildcharakter städtischer Unternehmen gerecht wird.“ Der CDU gehe es dabei sowohl um den Umgang mit den Rechten der Arbeitnehmer, als auch um das Auftreten gegenüber Unternehmern, die sich in Oberhausen engagieren.

Die geplante Veränderung der Gesellschaftsform bei der Stoag mache auch vor dem Hintergrund neuester Presseveröffentlichungen mehr als misstrauisch. Hausmann: „Wenn wir davon ausgehen, dass die Fachleute mit ihrer Einschätzung richtig liegen, die Gesellschaftsform spiele keine Rolle, ob Verkehrsdienstleitungen ab 2019 europaweit ausgeschrieben werden müssen, fällt auch noch die einzige halbwegs brauchbare Begründung für die Umwandlung in eine GmbH weg.“ Dass die SPD seit der Verschröderung Arbeitnehmerinteressen durch die Hintertür entsorge, könne auch Frau Kraft nicht weg lächeln.

„Welches Spiel wird hier gespielt?“, fragt Hausmann. Dazu passe auch die Verschiebung der Bekanntgabe des Sparpakets bis nach den Landtagswahlen, was Schlimmes befürchten lasse. „Bereits in Dortmund haben die Bürger seinerzeit schlechte Erfahrungen gemacht, als die SPD harte Haushaltsmaßnahmen bis nach den Wahlen geheim hielt.“ Die CDU fordere daher den OB auf, endlich einzugreifen und klar und offen zu erklären, wo seine Ziele liegen, damit die Menschen und Mitarbeiter in Oberhausen wüssten, woran sie sind.