Klare und mutige Alternativen der CDU

Kurz vor der Kommunalwahl am 25. Mai sprach die Redaktion der Zeitung „klartext" mit dem äußerst zuversichtlichen Oberhausener CDU-Parteivorsitzenden Wilhelm Hausmann. Hier ist das Interview im Wortlaut.

 

Klartext: Herr Hausmann, woraus speist sich ihr Optimismus?

Wilhelm Hausmann: Die SPD kümmert sich nur noch um den Machterhalt und nicht mehr um die Menschen. Bürgernähe wird der Partei schon längst nicht mehr abgenommen. Genauso wenig wie der wilde Aktionismus nach fünf Jahren Tiefschlaf. Plötzlich wird mit Steuergeldern alles gekauft, was an Problemimmobilien auf dem Markt ist. Glaubt denn irgendjemand, dass dies auch so wäre, wenn die Wahl erst 2015 oder 2016 wäre? Die Rechnung über die Folgekosten kommt nach dem 25. Mai.

Klartext: Schön und gut, aber wir haben noch nicht erfahren, weshalb man die CDU wählen soll...

Hausmann: Wir bieten klare und mutige Alternativen. Wer weniger Steuern und Gebühren zahlen will, muss CDU wählen. Wer das Bordell aus der Innenstadt verlagern will, muss CDU wählen. Wer die Gehälter der Stadtmanager endlich kappen will, muss CDU wählen. Wer endlich wirksame Maßnahmen gegen den Filz will, muss CDU wählen. Wer eine echte Hochschule will, muss CDU wählen. Wer S-Bahn Haltepunkte in Alstaden will, muss CDU wählen. Wer eine Grüne Welle auf der Mülheimer will, muss CDU wählen. Ich könnte fortfahren, will aber noch kurz erklären, was die SPD dagegen setzt. Nämlich nur ein „Weiter so". Dabei rangieren wir in fast allen Städterankings auf den letzten Plätzen.

Klartext: Aber womit wollen Sie denn die etwa fehlenden Steuern und Gebühren gegen finanzieren?

Hausmann: Das sind keine Wahlgeschenke, die wir plötzlich aus dem Hut zaubern, sondern wir liefern den Menschen endlich das, was ihnen zusteht. Gerechnet haben wir das schon vor Jahren auf Euro und Cent. Die Fluktuation im Rathaus muss genutzt werden, statt 50 Prozent der Stellen - wie die SPD es will - werden 75 Prozent der Stellen nicht wieder neu besetzt. Das ist zumutbar, wir beschäftigen eine der größten und teuersten Verwaltungen im ganzen Land.

Klartext: Und das Bordell. Wie soll das denn funktionieren?

Hausmann: Die Stadt ist nicht machtlos, wenn man Mut hat. Andere Städte haben uns das vorgemacht. Dass ein Bordell nicht in die Innenstadt gehört, ist unter Fachleuten weitgehend Konsens. Beschaffungs- und Drogenkriminalität gehen zurück, das Quartier rund um die Flaßhofstraße würde eine enorme Aufwertung erfahren.

Klartext: Und wo soll der neue Standort sein?

Hausmann: Hier wurden von interessierter Seite auf unverantwortliche Weise Ängste geschürt. Aber die Menschen brauchen keine Angst zu haben, es gibt genügend Plätze in Oberhausen, die abseits von Wohnsiedlungen und anderen sensiblen Bereichen liegen. Anders als die SPD wollen wir aber nicht zuerst Fakten schaffen und dann die Bürger zum Schein beteiligen. Wir nennen keinen Standort, bevor nicht die Bürger in einem Ergebnis offenen Verfahren befragt werden.