Die Stadt gehört nicht der SPD

Veröffentlicht: Dienstag, 05. Mai 2015

CDU-Chef will zum Handyskandal auch weiter seine Meinung sagen

„Es wird Zeit, dass die SPD aufhört, sich zu benehmen, als würde ihr die Stadt gehören. Sie kann nicht allen Ernstes erwarten, dass sie nicht kritisiert wird. Tatsächlich ist für die SPD aber jede Kritik gleich Majestätsbeleidigung." Mit diesen Worten reagierte CDU-Partei-Chef Wilhelm Hausmann im Streit um den Handyskandal der OGM auf die Aussagen des stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Bernd Elsemann. „Dass nun auch Herr Elsemann Kritiker beschimpft statt in der Sache zu argumentieren, ist einfach nur traurig."

Für Emotionen habe er Verständnis, so Hausmann. Manchmal müsse Politik sogar emotional werden, damit etwas passiere. „In diesem Sinne habe ich Herrn Tsalastras „Kaltschnäuzigkeit" vorgeworfen. Denn ich bin wie viele, mit denen ich gesprochen habe, einfach nur enttäuscht. Ist es denn nicht „kaltschnäuzig", fast fünf Monate nachdem die kriminellen Machenschaften ans Licht gekommen sind, als Stellvertreter des Oberbürgermeisters öffentlichkeitswirksam Aufklärung zu fordern? Was haben Herr Tsalastras und Herr Wehling denn in den vergangenen Monaten getan, um den Skandal aufzuklären und Konsequenzen daraus zu ziehen?"

Wirklich kaltschnäuzig sei es nun aber, der Opposition die Verantwortung für die Verzögerungen bei der Aufklärung zuzuschieben, indem man erkläre, die Opposition habe den Verzögerungen zugestimmt. Geradezu unanständig sei es schließlich, wenn Elsemann ihn mit Hinweis auf seine Tätigkeit als Architekt zu disziplinieren versuche, erklärte Hausmann abschließend: „Ja, ich gehe meinem Beruf auch in meiner Heimatstadt nach. Wenn es aber der Wunsch von Herrn Elsemann sein sollte, mich zu einem gefälligen Teil seiner Welt zu machen, in der die Stadt der SPD gehört, so muss ich ihn enttäuschen. Ich werde auch weiterhin meine Meinung sagen." Zum Glück seien auch bei diesem Skandal am Ende nicht SPD-Parteigremien, sondern die Wählerinnen und Wähler in Oberhausen am Zug.