Der Oberbürgermeisterkandidat Daniel Schranz begrüßt ebenso wie der CDU-Landtagsabgeordnete Wilhelm Hausmann den Schritt des VRR, die Taktdichte auf wichtigen Strecken zu erhöhen. Hausmann übt aber auch deutliche Kritik. „Trotz gegenteiliger Zusicherungen herrscht in den Bahnen immer noch das Prinzip Sardinendose. Und vor allem unsere Heimatstadt droht dabei wieder einmal abgehängt zu werden", erklärte Hausmann. Darüber hinaus wies er darauf hin, dass die S-Bahnlinie S2 leider nur im Stundentakt verkehre. Die S3 bleibe bei 20 Minuten, außerdem sei sie lediglich der Endpunkt der nach Essen führenden Verbindung. Ebenso ließen die bereits seit Jahrzehnten gutachterlich untersuchten Haltepunkte auf sich warten, weil die sozialdemokratische geführte Oberhausener Ampelkoalition sich regional nicht genügend für ihre Stadt einsetzte.

In diesem Zusammenhang richtet CDU-Oberbürgermeisterkandidat Daniel Schranz den Blick auf den Haltepunkt Rehmer in Alstaden, der ein Einzugsgebiet von vielen Tausend Haushalten habe und den Stadtteil deutlich aufwerten würde. Schranz: „Aber auch ein weiterer Haltepunkt an der Bebelstraße für die Regionalbahn nach Ruhrort wäre mit einem einfachen Bahnsteig auf einem stillgelegten Nebengleis sehr schnell zu realisieren."

Drittens würde nach Meinung von Schranz ganz sicher auch ein Haltepunkt „Neue Mitte" am Centro/Essener Straße für die S2 Sinn machen. „Allerdings nur dann, wenn auch die Taktverdichtung nach Dortmund mindesten auf 30 Minuten verdoppelt wird." Auch hier herrsche in den Triebzügen drangvolle Enge, über die sich die Bürger immer wieder beschweren. Schranz: „Nur der Vollständigkeit halber sei auch die schon ewig geplante S-Bahn nach Wesel mit einem neuen Haltepunkt in Barmingholten erwähnt."

Nach Meinung von Hausmann drohe unserer Stadt stattdessen Stillstand. „So erfreulich der Schritt des VRR auf der Hauptlinie ist, sowenig bringt er für Oberhausen, weil sich die Stadtspitze einfach nicht genug dafür einsetzt." Auffallend sei, dass die, die in der Umweltpolitik immer ins lauteste Horn stießen, für die Anliegen der Bürger offenbar taub sind. „Meine Partei fordert schon seit Jahren, dass hier endlich was geschieht, unsere Anträge und Vorschläge sind aber immer an der Blockade der SPD und der Grünen gescheitert", kritisiert Hausmann. „Darunter leiden in Oberhausen Tausende von Pendlern, die überfüllten Park-Ride-Plätze am Hauptbahnhof sprechen Bände. Wir brauchen eine Einbindung in den schnellen Regionalen Nahverkehr von Wesel bis Düsseldorf und vom Niederrhein bis nach Dortmund. Das ist für Oberhausen eine Zukunftsfrage."